Das Sankt Elisabeth Krankenhaus Eutin (SEK Eutin) hat heute (Montag, 7. September 2026) eine weitere geriatrische Station eröffnet: Auf der Station A2 im Altbau mit bis zu 27 Betten soll eine kultursensible Patientenversorgung umgesetzt werden.
„Wir freuen uns sehr, dass wir heute mit dieser besonderen Station in den Betrieb gehen können“, so Pflegedirektorin Angela Meyer. In einer zunehmend vielfältigen Gesellschaft gewinne das Thema, wie Menschen mit unterschiedlichen Lebensgeschichten, Hintergründen und Gewohnheiten im Krankenhaus behandelt und gepflegt werden, immer mehr an Bedeutung. Und genau hier setzt das Konzept einer kultursensiblen Patientenversorgung an: Unterschiedliche kulturelle, sprachliche, religiöse und / oder ethnische Hintergründe von Patienten sollen im Behandlungsverlauf während eines Klinikaufenthalts berücksichtigt werden. Das SEK Eutin möchte mit dem kultursensiblen Behandlungskonzept möglichst vielfältig auf besondere Wünsche von Patienten mit unterschiedlichen Hintergründen eingehen.
„Wir möchten für unsere Patienten und auch für Mitarbeitende ein Umfeld schaffen, in dem sie sich in ihren individuellen Bedürfnissen und Lebensrealitäten ernst genommen und wertgeschätzt fühlen“, so Meyer weiter. „Vielfalt und Toleranz in der Arbeitswelt erkennen wir als große Bereicherung für unsere Klinik an, wir haben deshalb vor einigen Jahren beispielsweise die ‚Charta der Vielfalt‘ unterzeichnet.“
Für die neue geriatrische Station wurden und werden weiterhin gezielt Mitarbeiter angeworben, die selbst einen internationalen Hintergrund haben bzw. deutsche Kolleginnen und Kollegen, die Lust und Interesse haben in einem derartigen Stationsteam zu arbeiten. „Die pflegerische Stationsleitung beispielsweise ist vor einigen Jahren aus Brasilien in unsere Klinik gekommen, hat hier ihre Berufsanerkennung erfolgreich abgeschlossen und wird nun nach einiger Zeit als Pflegefachkraft in eine Führungsposition wechseln – wir sind sehr stolz, eine solche Entwicklung zu begleiten und freuen uns über weitere neue Kolleginnen und Kollegen unterschiedlicher Herkunft, Kultur oder Sprachfähigkeit“, so Meyer.
Und was genau bedeutet nun „kultursensible Behandlung“ in der Praxis für Patienten? In der medizinischen, pflegerischen, therapeutischen und weiteren Versorgung werden in der Zukunft besondere Aspekte in der Ernährung, bei der körperlichen Pflege, der Kommunikation oder auch kulturelle Gewohnheiten und religiöse Feiertage berücksichtigt. „Ein Team, in dem Mitarbeitende selbst unterschiedliche Hintergründe haben, kann mit möglichen ‚untypischen‘ Wünschen oder Bedürfnissen von Patienten sensibel und verständnisvoll umgegangen werden“, sagt Stationsleitung Sara Ciardulo Kaizer. Die in einem Krankenhaus umsetzbaren Aspekte einer kultursensiblen Versorgung sollen in den kommenden Monaten gemeinsam im Team entwickelt werden, so Frau Ciardulo Kaizer abschließend.

